Woche 24-29: Sechs Monate im Kloster
Herzlich willkommen zurück zu meinem Blog,
Die Wochen vom 07.08. bis zum 10.09. :
Einen Tag nach unserer Wiederankunft aus Medjugorje stand auch schon der Konventausflug an. Wir fuhren mit fast der gesamten Klostergemeinschaft zuerst in die Landesausstellung unter dem Titel „Wenn die Welt Kopf steht“, in der die Verbindung zwischen Mensch, Psyche und Gesundheit beleuchtet wurde, nach Niederösterreich. Nach einer dortigen Führung fuhren wir weiter in das Stift Seitenstetten. Dort beteten wir die Mittagshore und aßen zu Mittag mit der dortigen Klostergemeinschaft. Am Nachmittag war dann etwas Freizeit und ein paar von uns gingen noch in ein Wirtshaus, wo wir Eis aßen. Zum Abschluss des Tages besichtigten wir noch das Unternehmen „Pack it“.
Am nächsten Tag war ich zuerst auf einer Hochzeit hier im Stift von Bekannten, die ich hier gemacht habe. Am späten Nachmittag fuhren Abt Ambros, Prior Maximilian, Fr. Konrad, P. Robert und ich noch in die Pfarre, in der Pater Burkhard gewirkt hat, zur Totenwache. Dieser war vergangene Woche unerwartet verstorben, während wir in Medjugorje waren.
Vom 09.08. bis zum 12.08. fuhr, bis auf ein paar Ausnahmen, der ganze Konvent in das Stift Michaelbeuern in Salzburg zu Konventexerzitien.
Abends, nach einem gemeinsamen Essen beim Kebabstand im Ort von links nach rechts:
P.Franz, P.Jose, fr.Vinzenz, P.Robert, fr.Konrad und hinter P.Robert und fr.Konrad, ich und Theo.
Am 13.08. war dann das Begräbnis von Pater Burkhard, wozu wir am Morgen noch ein paar Vorbereitungen trafen und aufdeckten. Zum Essen im großen Refektorium war ich dann wieder Teil des Tischdienstes.
Eine Woche darauf war ich in der Maßschneiderei Herndl in Scharnstein, wozu ich nach den Laudes losfuhr. Herr Herndl schneidert unter anderem die Habite für die Mönche von Kremsmünster, als auch die der anderen Ordensgemeinschaften in der Umgebung.
Ich verbrachte dort dann zwei aufschlussreiche und interessante Stunden, da ich mir sein Handwerk bezüglich Ordensgewändern einmal anschauen wollte.
In den Tagen dazwischen vertrieb ich mir unter anderem die Zeit damit, die Klerikats-Waschmaschine auseinanderzubauen und diese einmal von Grund auf zu reinigen, da es mich schon länger störte, dass meine Klamotten meist eher verfusselt rauskamen.
Am 22.08. war ich dann schon wieder auf einer Hochzeit, diesmal von der Schwester von Fr. Vinzenz, die in der Kirche Kirchberg hier in Kremsmünster heiratete.
Den Tag darauf begleiteten Theo und ich den Abt in das Stift Schlierbach zum Hochamt und zum gemeinsamen Mittagessen im Kloster.
Am 30.08. brachten Theo und ich P. Anselm zum Hauptbahnhof in Wels und verabschiedeten ihn, da er für zwei Wochen in die Heimat fuhr. Im Anschluss gingen wir noch in die Welser Innenstadt und genehmigten uns ein Eis.
In den Tagen dazwischen bis zum heutigen Tag arbeiteten wir entweder in der Gärtnerei, schleppten Möbel in großen Umräumaktionen, unter anderem aus dem Möbeldepot des Stiftes nach Eggendorf zur Begasung der vom Holzwurm befallenen Stücke. Abseits dessen arbeiteten wir bei P. Siegfried in der Kellerei. Dort reinigten wir Fässer und befüllten neue Weinflaschen.
An einem Tag wollte fr.Konrad die Kriecherl im Stiftsgarten pflücken.
Außerdem putzten wir gemeinsam das Klerikat, da das von nun an unsere Aufgabe sein soll und nicht mehr die der Putzfrauen. Was gut funktioniert hat, sodass jetzt alles glänzt.
Am Sonntag, dem 06.09., begleiteten Theo und ich Prior Maximilian zu einem Flohmarkt hier in der Nähe, da P. Prior sich für unseren eigenen Flohmarkt in ein paar Wochen umschauen wollte. Ich machte dann noch einen Schnapper für ein paar Euro und kaufte mir einen Anzug, den ich aktuell in der Stiftsschneiderei anpassen lasse.
In Zeiten der Ruhe räumte ich mein Zimmer noch einmal um und wechselte meinen Kleiderschrank von den Sommersachen zu Herbst- und Winterklamotten, da der Herbst hier so langsam hereinbricht, merkbar durch den Regen, der die warme Luft endlich einmal etwas abkühlt.
Ansonsten richtete ich mir noch eine Leseecke ein, in der ich mich aktuell auch meistens aufhalte, und so ziehen die Tage aktuell ins Land.
Vielen Dank fürs Lesen,
Leon J. Meier
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