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Woche 13&14: Aufnahme in den Katechumenat

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Herzlich Willkommen zurück zu meinem Blog, die vergangenen zwei Wochen waren täglich vollständig ausgefüllt und es war sehr viel los, sodass ich an keinem der Tage dazu kam, meinen Blog weiterzuführen. Wenn doch einmal Zeit gewesen wäre, habe ich mich doch lieber mit anderen Dingen beschäftigt. Manchmal, kann ich zugeben, ist es dann doch recht mühselig, jede Woche den Blog „abzuliefern“, oder man hat andere Dinge im Kopf, das ist ein weiterer Punkt, weshalb die letzten zwei Einträge so kurz ausfielen. Als eigentlicher und fast durchgehender Tagebuchschreiber weiß ich, dass ich noch nie jeden Tag auch die Lust dazu hatte, alles auf Papier zu bringen, was in meinem Kopf ist oder passiert ist, und so geht es auch mit dem Blog. Daher habe ich gemerkt, dass ich etwas Abstand vom Blogschreiben brauchte, da dadurch aktuell der Inhalt gelitten hat und ich jetzt dazu zurückkehren kann. Am frühen Morgen des Pfingstmontags während der Laudes im Kapitelzimmer erlebte ich mit, wie Duc-An feierlich...

Woche 12: Drei Monate im Kloster

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Herzlich Willkommen zurück zu meinem Blog, diese Woche startete leider mit einer traurigen Nachricht: Am Montag, dem 18. Mai, erlag Pater Rupert im Alter von 76 Jahren im Krankenhaus seinen Verletzungen, nachdem dieser am Samstag einen schweren Fahrradunfall hatte. Für die anstehende Beerdigung sollten Duc-An und ich dann Sessel vom Kaisersaal runtertragen in das große Refektorium, unseren Speisesaal. Die restliche Woche waren wir dann weiterhin damit beauftragt, Sessel von einem Ort zum anderen zu verschieben, so vom Kaisersaal in den Theatersaal oder ganz banal im Feigenhaus von einer Ecke in die andere, damit die Putzfrau die Ecke putzen konnte. Aufgrund des Todesfalls haben Duc-An und ich fast 150 Briefumschläge mit Empfängern versehen und dann die Parten in die Umschläge gegeben. Anschließend hat der Prior uns damit zur Post geschickt. Dann haben wir die Tage noch dem Prior dabei geholfen, eines der leerstehenden Zimmer fertig auszuräumen, was wir die vergangenen Wochen schon bego...

Woche 11: Regnerische Tage

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Herzlich Willkommen zurück zu meinem Blog, Anfang der Woche gab es einen lang herbeigesehnten Absturz des Wetters. Es hat nach vielen warmen Tagen „endlich“ geregnet, allerdings hat es dann auch nicht mehr aufgehört und es regnete bis Sonntag fast durch. Dieses Dauergrau des Himmels hat mich kaum entmüden lassen und ich hätte (vielleicht habe ich es fast auch) die Woche durchschlafen können. In den kurzen Zeiten, wo es nicht regnete oder nur nieselte, ging ich diese Woche mal wieder im Konventgarten an zwei Tagen joggen, wozu ich die letzten drei Wochen eher weniger kam. Während Duc-An und ich dann am Montag, wieder einmal die Sessel aus der Stiftskirche in den Kaisersaal räumen durften  (wer hätt’s gedacht), Besagte Stühle in der Stiftskirche Und im Kiasersaal fing es dann an zu regnen und ein ganzes Gewitter zog am Himmel auf. Zu unserer Freude hagelte es dann auch noch auf uns, während wir die Sessel über den Hof brachten.  Nachdem wir ohnehin schon durchnässt waren und d...

Woche 10: Frühlingstage im Stift

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Herzlich Willkommen zurück zu meinem Blog, am Montag war Hochfest des hl. Florian, unter anderem der Landespatron von Oberösterreich und der Schutzpatron der Feuerwehr, weshalb P. Anselm und ich, wie im letzten Eintrag erzählt, sonntags auf der Feuerwehrmesse in Viechtwang waren. Am Abend dann stießen wir noch gemeinsam in der Rekreation auf P. Jakobus bestandenes Theologiestudium an, der an dem Tag wieder zurück aus Salzburg kam. Den Tag darauf waren Duc-An und ich wieder mal in der Gärtnerei und sollten in einem der vielen Gewächshäuser, in denen die Luft förmlich stand und einen fast erschlagen hat, den nicht geernteten Spinat rausreißen und in einem Container entsorgen. Im Anschluss hätten wir noch die Planen vom Boden lösen und wegräumen sollen, dazu kamen wir aber nicht mehr. Mein Gefühl sagt mir, dass wir dafür nächste Woche noch geordert werden. Ich muss gestehen, die Arbeit in den Gewächshäusern ist seit Anfang an meine unliebste beziehungsweise die einzige, der ich nicht unbe...

Woche 9: Zwischenzeit

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Herzlich willkommen zurück zu meinem Blog, mir fehlt für diesen Eintrag ein wenig die Inspiration, es ist wenig passiert und in meinem Kopf ist aktuell auch eher Stille, abseits ein paar Themen, die mich so beschäftigen. Eines dieser Themen ist meine Taufe, es gibt einige Dinge dafür zu klären, unter anderem natürlich einen Termin. Der übliche Tauftag für Erwachsene ist die Osternacht, diese ist allerdings schon vorbei und war damals viel zu kurzfristig, um ihn als sinnvollen Tag auszuwählen, und das nächste Ostern passt nicht ganz in den "Klosterzeit"-Zeitplan. Daher muss ein "Ersatztermin" gesucht werden. Dazu kommt dann noch ein möglicher Taufpate, den ich zu wählen hätte, und ein Taufname, den ich annehmen kann und annehmen werde. Abseits dessen gibt es noch verschiedene kleine liturgische Elemente auf dem Weg zur Taufe, die gefeiert werden können und bei denen ich mich auch noch entscheiden muss, wie und vor allem wann und wo diese stattfinden sollen. Das sind ...

Woche 8: Zwei Monate im Kloster

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Herzlich willkommen zurück zu meinem Blog, seit ich meine Heimat verlassen und mich von allen verabschiedet habe, sind mittlerweile acht Wochen vergangen. Ich weiß noch, wie ich in den Wochen vor meiner Abreise ganz aufgeregt war und ich nach lauter Vorfreude und Spannung in Einsiedeln angekommen war und erstmal einige Zeit brauchte, bis ich realisierte, dass ich jetzt erstmal fort bin, einige Zeit woanders leben werde und ein ganz anderes Leben führen werde. Es wird den meisten so ergehen vor großen, lebenseinschneidenden Entscheidungen, dieses Gefühl der Unsicherheit, wenn man ins Ungewisse aufbricht, die Komfortzone verlässt und ein neuer Abschnitt im Leben beginnt. Am Freitag wurde ich von einer Dame gefragt, ob ich nicht schockiert sei von dieser Lebenswelt, in Anbetracht meines Hintergrunds, den sie von Pater Franz etwas erklärt bekommen hatte. Einen großen und wichtigen Teil meines Lebens bin ich in einem Umfeld aufgewachsen, das mehrheitlich muslimisch geprägt war, und so wurde...