Woche 23&24: Pilgerreise nach Medjugorje

Herzlich willkommen zum nächsten Eintrag, der der Wallfahrt nach Medjugorje gewidmet ist.


Am Freitagmorgen, dem 31. Juli, um 4.40 Uhr brach unsere Gruppe, bestehend aus etwa 50 Jugendlichen, gemeinsam mit Abt em. Ambros und Pater Anselm in Kremsmünster auf.




Die 17-stündige Fahrt Richtung Medjugorje in Bosnien-Herzegowina versuchte ich möglichst viel durch Schlaf zu überbrücken, zwischen dem Busprogramm, bestehend aus Laudes, einer Vorstellungsrunde, Singen, Rosenkranzbeten und der Hinführung zur Geschichte des Ortes durch Teresa Husch, welche den Ort sehr gut kennt.




Dort, in unserer Halbpension, endlich angekommen und nach dem Abendessen, ist ein Teil der Gruppe noch aufgebrochen, um auf den Erscheinungsberg zu steigen.




Mein Zimmergenosse Sebastian und ich waren uns einig, nicht mitzugehen und ein entspannteres Abendprogramm vorzuziehen, weshalb wir zwei in die Stadt gegangen sind. Dort haben wir uns umgeschaut, waren Crêpes essen, holten uns auf dem Rückweg zur Pension noch ein Eis und trafen eine Gruppe Polen. Angekommen in unserem Zimmer, lernten wir noch unseren dritten Zimmergenossen kennen: einen kleinen Gecko in der oberen Zimmerecke. 



Am nächsten Morgen war dieser allerdings verschwunden und er war auch die Tage darauf nicht wieder aufgetaucht.

Der nächste Tag begann wieder mit der gemeinsamen Laudes, was so in den nächsten Tagen beibehalten wurde als Moment des Beisammenseins der ganzen Gruppe. 



Danach hörten wir uns einen Vortrag einer Zeitzeugin an, wie die Anfänge verliefen, von den ersten Erscheinungen Mariens, ihren Botschaften und Maria als Friedenskönigin.



Dann begann die Eröffnung des diesjährigen 37. Mladifestes unter dem Motto: „Ad fontem!“ (lat. „Zur Quelle!“).



Beim Einzug der Nationen kam ich als Deutscher zu der großen Ehre, das wunderschöne Österreich und alle österreichischen Gruppen zu repräsentieren.






Am Abend ging es dann richtig los mit dem ersten Abendprogramm des Jugendfestivals, mit Rosenkranz, Begrüßung, Eröffnungsmesse und Anbetung.







Zu sehen, dass so viele, vor allem junge Menschen, hergekommen sind aus allen Winkeln der Erde, deren Glauben sie eint und hergeführt hat, war beeindruckend und schön.

Am nächsten Tag nutzten wir den freien Vormittag für einen Ausflug zu einem schönen Schwimmort mit Wasserfällen.








Das Programm des Jugendfestivals bestand aus Lobpreis, Tanz, Katechesen, Zeugnissen und dem Abendprogramm mit Rosenkranzbeten, Heiliger Messe, Lobpreis und Anbetung. In der Zwischenzeit wenn kein Programm war, erkundete unsere Gruppe den Ort. 











Ich verbrachte auch immer wieder, wenn ich konnte, Zeit in der Anbetungskapelle vor dem Allerheiligsten zum Gebet und zur Lectio Divina und ich glaube, das gehört zu einem meiner liebsten Momente.

Ein weiterer meiner Lieblingsmomente war einer der Abende, an dem sich der Platz in ein brennendes Lichtermeer aus Kerzen verwandelt hat.







An einem der Abende gingen Theo und ich nach dem Abendprogramm in ein eher hochwertiges Restaurant, das sich etwas abseits befand, und aßen dort sehr gut zu Abend.

An einem der Morgen sind wir dann hoch auf den Kreuzberg. Mit dem Gebet des Kreuzweges führte uns Pater Anselm diesen Weg entlang, vorbei an den Stationen des Kreuzweges bis hoch zum Kreuz.










An einem der anderen Morgen gingen wir dann noch auf den Erscheinungsberg. Vor allem der Erscheinungsberg war sehr schön und kontemplativ, ein Ort, an dem man lange verweilen kann.








Nach den paar kurzen Tagen und noch viel kürzeren Nächten traten wir die Heimreise an, am frühen Morgen des 6. August. Wie schon bei der Hinfahrt hatte ich nicht lange geschlafen, damit ich dann im Bus hätte schlafen können, und so verschlief ich die halbe Ewigkeit, die wir an der Grenzkontrolle verbrachten. Zwar wachte ich hin und wieder kurz auf und fragte mich bis zum Ende hin, warum wir jetzt schon zum 4. Mal an einer Grenze standen, weil ich im Halbschlaf mir nicht vorstellen konnte, dass wir über all die Stunden noch nicht vorangekommen sind, aber dann war die Grenze schließlich endlich überschritten. Danach kamen wir allerdings sehr gut und schnell durch den Verkehr.

Um die Mittagszeit herum legten wir einen Stopp am Meer ein, dort feierten wir gemeinsam die Heilige Messe, kühlten uns ab und aßen etwas, bevor wir uns auf den letzten Abschnitt der Heimreise begaben.








Auf der Heimfahrt teilten wir im Bus, was jeder erlebt hatte und was man sich mitnimmt von Medjugorje. 




Auch war ich Vorbeter eines Gesätzchens des Rosenkranzes, nachdem Teresa mich dazu überzeugen konnte, da ich mich zuerst davor sträubte.

Nach einer sehr langen Busfahrt, bestehend aus Gebet, Gesang und netten Gesprächen, waren wir endlich wieder in Kremsmünster angekommen, dort wurden wir schon in Empfang genommen und ein Teil verbrachte noch den Abend gemeinsam im Benno Leum.


Damit endete dieser Abschnitt leider schon wieder, ich persönlich wäre ja gerne noch länger in Medjugorje geblieben, es war schon sehr schön dort und ich verstehe die Anziehung, die dieser Ort auf die Menschen ausübt und auch auf mich ausgeübt hat, abseits dessen, ob und wie man zu den Erscheinungen und den Botschaften stehen mag, bringt dieser Ort Gutes hervor und hat scheinbar gute Auswirkungen auf seine Besucher.

– „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Mt 7,16 –

Ich glaube, vor allem eine Sache, die ich mitgenommen habe, ist ein anderes Verständnis für die eucharistische Anbetung vor dem Allerheiligsten, nachdem ich viel Zeit in der Anbetung dort verbrachte. Mein Zugang war davor eher etwas schwierig, jetzt aber kann ich es anders sehen und habe einen neuen Blick dazu bekommen.




Noch etwas, was ich mitgenomme habe, ist etwas physisches, eine Ikone, auf der die Taufe des Herrn abgebildet ist. 

Vielen Dank fürs Lesen,


Leon J. Meier 

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