Woche 9: Zwischenzeit
Herzlich willkommen zurück zu meinem Blog,
mir fehlt für diesen Eintrag ein wenig die Inspiration, es ist wenig passiert und in meinem Kopf ist aktuell auch eher Stille, abseits ein paar Themen, die mich so beschäftigen. Eines dieser Themen ist meine Taufe, es gibt einige Dinge dafür zu klären, unter anderem natürlich einen Termin. Der übliche Tauftag für Erwachsene ist die Osternacht, diese ist allerdings schon vorbei und war damals viel zu kurzfristig, um ihn als sinnvollen Tag auszuwählen, und das nächste Ostern passt nicht ganz in den "Klosterzeit"-Zeitplan. Daher muss ein "Ersatztermin" gesucht werden.
Dazu kommt dann noch ein möglicher Taufpate, den ich zu wählen hätte, und ein Taufname, den ich annehmen kann und annehmen werde. Abseits dessen gibt es noch verschiedene kleine liturgische Elemente auf dem Weg zur Taufe, die gefeiert werden können und bei denen ich mich auch noch entscheiden muss, wie und vor allem wann und wo diese stattfinden sollen. Das sind keine leichten und vor allem keine leichtsinnigen Entscheidungen, aber alle hier stehen unterstützend hinter mir und helfen mir teilweise, Entscheidungen zu treffen, wofür ich sehr dankbar bin. In der Zwischenzeit lese ich einiges zur Taufe und Taufvorbereitung und habe meine drei Unterrichtsstunden pro Woche. Mehr zu meiner Taufe und zu einer weiteren wichtigen Ankündigung, die ich machen möchte, dann in einigen Wochen, sobald Genaueres geklärt ist.
Zum Erlebten diese Woche: Abseits der Gartenarbeit halfen Duc-An und ich dem Prior dabei, unter anderem den Rest aus dem ehemaligen Zimmer des verstorbenen Pater Gotthard rauszuräumen. Am Donnerstagmorgen fuhr ich Abt Bernhard und Duc-An zum Bahnhof hier in Kremsmünster, diese fuhren in das Kloster Einsiedeln für Impulstage, bei denen unter anderem Abt Bernhard Referent war. Ich wäre eigentlich gerne mitgefahren, um die Mönche des Klosters und Samuele wiederzusehen, aber da dieses Wochenende hier wieder Treffpunkt Benedikt war, hielt ich es für die bessere Entscheidung, hier bleiben zu wollen, außerdem war die neunstündige Fahrt in die Schweiz nicht gerade ein Motivationsgrund.
Kurz darauf war ich dann noch in der Kunstsammlung mit Pater Altmann und Pater Anselm sowie Gabi, die schon länger in der Kunstsammlung bei P. Altmann hilft. Dabei hat sie immer ihren Hund Doro, was für mich immer eine große Freude ist als jemand der Tiere sehr gerne hat, und sie wirklich ein goldiger Hund ist und immer freudig ankommt um gestreichelt zu werden.
Wie eben schon erwähnt, war am Samstag Treffpunkt Benedikt, was mein zweiter Treffpunkt war und wieder einmal mein persönliches Highlight der Woche. Vortragender über das Thema: "Ist Glaube für Schwächlinge?" war Bruder Benedikt aus der "Gemeinschaft des heiligen Johannes".
Danach war Anbetung in der Michaelskapelle und Heilige Messe, die von Pater Daniel zelebriert wurde.
Außerdem waren dieses Mal noch etwa 50 Firmlinge anwesend, davon 35 aus der ostdeutschen Stadt Bautzen.
Ein paar Leute, unter anderem Pater Anselm, Kathi und ich, zogen sich irgendwann in den ruhigeren Nebenraum zurück, abseits der lauten Versammlung.
Danach ging wieder ein kleiner Teil des Treffpunkts, der noch da war, ins Bennoleum. Dazu sind dann auch noch einige der deutschen Firmlinge gestoßen und man ließ gemeinsam ganz entspannt den Abend ausklingen.
Am Sonntagmorgen begleitete ich dann Pater Anselm in den etwa eine halbe Stunde entfernten Ort "Viechtwang" zur Feuerwehrmesse. Nach der Messe wurde am Kriegsopferdenkmal den Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht, mit Blasmusik und Schüssen, danach marschierte die Feuerwehr noch dreimal um die Kirche.
Wir wurden dann dem Bürgermeister und Vizebürgermeister vorgestellt, dieser nahm uns dann auch mit in das danebenliegende Wirtshaus und wir wurden von der Feuerwehr zum Essen und Trinken eingeladen.
Am Abend holte ich den Abt und Duc-An vom Hauptbahnhof in Wels ab. Als wir wieder in Kremsmünster angekommen waren, ging ich spazieren, um ein wenig nachzudenken und mich nachher noch auf die Bank draußen am Pavillon zu setzen, auf die ich mich hier gewöhnlich immer setze, wenn ich draußen auf dem Klostergelände enstpannen möchte. Auf dem Weg dorthin fand ich aber zufällig Pater Anselm auf einer Bank sitzend und setzte mich dann zu ihm. Wir redeten noch, bis es dunkel und kälter wurde, und gingen dann gemeinsam zurück ins Klerikat.
Damit endete die 9. Woche.
Vielen Dank fürs Lesen,
-Leon J. Meier



Es ist schön, das dein Wunsch getauft zu werden bereits so greifbar für dich ist und bereits die konkreten Planungen anstehen. Es ist eine Freude das in Form dieses Blogs mitvollziehen zu können.
AntwortenLöschenSo schön, dass Du in Deiner Zeit im Kloster einen Wegbegleiter wie P. Anselm hast! Muss eine schöne Atmosphäre dort im Stiftsgarten sein, wenn ihr beide dort Erholung & Ruhe sucht.
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