Woche 7: Zwischen Suchen und Finden

Herzlich willkommen zurück zu meinem Blog,

es gibt jene Wochen, die mich jeden Tag auf Trab halten, und Wochen wie diese, die auch mal ruhiger zugehen und stiller sind. Aber trotzdem sind die Tage weiterhin auch von lustigen und schönen Momenten geprägt, die einem im Kopf bleiben.

Anfang der Woche machten Duc-An und ich einen kleinen Trip nach Pasching bei Linz in die Plus-City zum Shoppen. Wir verbrachten dort ein paar kurze Stunden und gingen mit einer kleinen Ausbeute zurück zu unserem Auto, welches wir im Parkhaus geparkt hatten. Dort fiel uns dann auf, dass unerklärlicherweise das Auto nicht mehr da war. Weder an der Stelle, an der wir uns eigentlich sicher waren, dass wir dort parkten, noch an anderen Stellen. Wir suchten dann in der kommenden halben Stunde jedes Stockwerk des Parkhauses ab, und ganz oben angekommen, blieb ich in einem Moment der Verzweiflung stehen, während Duc-An ohne mich das letzte Stockwerk absuchen ging. Wie ich dort stand und nach draußen in die Ferne schaute, mich wundernd, wo das Auto hingekommen sei, fiel mir auf, dass gegenüber des Parkhauses, in dem wir uns befanden, ein weiteres Parkhaus ist; in diesem Moment wurde ich erleuchtet und realisierte, dass wir die ganze Zeit im falschen Parkhaus waren. Ich rief Duc-An wieder zu mir, zwar waren wir erleichtert, endlich zu wissen, dass unser Auto doch noch da sein müsse. Doch da das Auto schnellstens zurück ins Kloster musste, da es bereits für den nächsten reserviert war, fingen wir an, die ganzen Stockwerke des Parkhauses wieder runterzurennen, dann über die Straße um das andere Parkhaus wieder raufzurennen, wo wir schließlich das Auto wiederfanden und wahrscheinlich nicht ganz ordnungsgemäß zurück ins Kloster fuhren.

Ein paar Tage später machte ich noch einen weiteren kleinen Ausflug und schaute mir noch die ShoppingCity in Wels an. Womit ich, wie manche sagen würden, die wichtigsten Orte in der Region gesehen habe ;) 

Die Arbeit diese Woche hat mir ziemlichen Spaß gemacht und war etwas abwechslungsreicher als die letzten Wochen. Bis zum Dienstag waren Duc-An und ich noch damit beschäftigt, die restlichen Fenster zu putzen, bis am Dienstag schließlich das große Fensterputzen mit den Fenstern im Kaisersaal zu einem Ende kam. Am Mittwoch räumten wir die Stühle, die sich im linken Kirchenflügel befanden, hoch in den gegenüberliegenden Kaisersaal. Den Rest der Woche haben wir unter anderem mit einem Laubbläser und einer Motorsense am Gehweg für Ordnung gesorgt oder im inneren Klerikatsgarten Rasen gemäht. Dabei war das Wetter zum Glück immer schön und angenehm, langsam merkt man endlich, wie der Frühling hier einkehrt.




Am Sonntag begleitete ich dann Pater Anselm von frühmorgens bis mittags, zuerst nach Fischlham in die Messe und danach noch nach Steinerkirchen, diesmal aber nicht in die Klosterkirche wie vor ein paar Wochen, sondern in die danebenliegende Kirche. Die Kirchen von Fischlham und Steinerkirchen waren beide sehr schön, genauso wie die Messen. Ich freue mich immer, wenn Pater Anselm mich mitnimmt in eine der umliegenden Pfarren, diese kleinen Ausflüge, in denen ich die anderen und unterschiedlichsten Kirchen hier in der Umgebung kennenlernen kann, gehören zu meinen liebsten Beschäftigungen. Auch da es dort im Anschluss oft noch Kaffee und Kuchen gibt - hahaha, so wie auch an diesem Tag in Steinerkirchen.

Später am Sonntag war dann auch mein zweiter TB-Sunday ab 18 Uhr, aber zuerst waren wir um 15 Uhr noch zu fünft zum Joggen verabredet. Unsere Truppe bestand aus Theo, Duc-An, Pater Anselm, Kathi, die schon früher für den TB-Sunday kam und mit joggen wollte, und dann noch mir. Eigentlich wollte auch Abt Bernhard wieder mitkommen, allerdings war er durch seine Pflichten und Aufgaben als Abt leider verhindert.



Nach unserem entspannten Lauf durch Kremsmünster machten wir uns frisch und saßen noch beisammen. Kathi und Theo bereiteten ein paar kleine Sachen vor, und dann gingen wir auch schon langsam auf 18 Uhr zu und die Leute kamen. Wir behandelten dann das Tagesevangelium, mit anschließender Messe in der Michaelskapelle, die von Pater Anselm zelebriert wurde und damit meine dritte Messe an dem Tag mit Pater Anselm war :) Danach saßen wir noch beisammen, unterhielten uns und aßen Gulasch mit einem sehr guten Sauerteigbrot, selbst gebacken von Kathi und einem Kuchen von Theos Oma. Damit wurde die siebte Woche nochmal schön abgerundet und beendet.


----Persönliche Gedanken----

Nach einer Phase in meinem Leben, in der vieles eher unruhig und ungeordnet war nach dem Abitur, merke ich, wie der Ortswechsel, mehr Ruhe und die Struktur mir innerlich gut tun. Ich merke, wie meine Gedanken fokussierter und wesentlicher sind im Vergleich zu früher, wo ich oft nur Chaos und Unruhe fand. Ebenso bin ich entspannter geworden, durch die innerliche als auch äußerliche Ruhe, die ich empfinde und die mich umgibt. Ich würde meine Zeit hier im Kloster abseits der Ereignisse und der Gemeinschaft, wenn ich alleine bin oder im Gebet, als eine Zeit beschreiben, in der ich viel nachdenke und reflektiere. Ich empfand es immer als plagend, wenn mich Stille umgab und ich in meinen Gedanken vertieft war, jetzt finde ich in ihr Antworten und Entscheidungen. Langsam denke ich, schließen sich meine Fragen, was ich im Leben machen möchte und wohin mich Gott führt. Ich kann bisher noch nicht sagen, wohin mein weiterer Weg mich führen wird in einigen Monaten und wie mein Leben dann aussehen wird, aber wenn ich mein Vertrauen auf Gott setze, weiß ich, dass ich die richtigen Entscheidungen mit und durch ihn treffen werde.


Vielen Dank fürs Lesen,

-Leon J. Meier

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