Woche 6: Klosterleben kann vielfältig sein

Herzlich willkommen zurück auf meinen Blog,

vorab möchte ich mich bei allen bedanken, die mir immer wieder sagen, wie sehr ihnen mein Blog gefällt und mich motivieren, ihn fortzuführen und mir Mühe zu geben. Auch wenn ich mal keine Lust dazu habe oder lieber anderes machen würde, weiß ich doch, für wen ich ihn schreibe.

Die Woche ging recht gediegen zu am Ostermontag habe ich natürlich nicht arbeiten müssen und am Dienstag auch nicht und anstelle dessen bin ich zusammen mit Pater Anselm und einem Mönch aus Indien, der bei uns für ein paar Tage zu Besuch war, als Zwischenstopp auf seiner Reise nach SantˋAnselmo, spazieren gewesen. Am Mittwoch dann aber fing die große Fensterputzaktion an, in der Duc-An und ich alles, was Fenster sind oder Fenster hat, in der Abtei putzen sollten. Als wir damit fertig waren, ging es für uns dann in der Kunstsammlung weiter zum putzen. Damit verbrachten wir jeden Morgen von Mittwoch bis Freitag.

Ansonsten erledigte ich ein paar Dinge, die zu erledigen waren, wie Einkaufen, Sachen besorgen oder Zimmer putzen.

Highlight der Woche war dafür dann das Wochenende, welches ich gemeinsam mit den jungen Leuten vom Treffpunkt Benedikt verbrachte, mit vielen tollen Begegnungen und schönen Momenten. Die meisten kannte ich bisher schon von kurzen und flüchtigen Begegnungen, diesmal war aber auch mal mehr Zeit und Raum, sich besser kennenzulernen. Denn abseits des geplanten und öffentlichen „Treffpunkt Benedikt“-Abends, der jeden 1. Samstag im Monat stattfindet, traf sich ein inneres Team und veranstaltete von Freitagabend bis Sonntagmorgen eine TB-Klausur, bei der ich Teil sein durfte.




Sie trafen sich, um Pläne, Ideen und die Zukunft des Projekts gemeinsam zu besprechen. Nach der Vesper in der Stiftskirche am Freitagabend stieß ich dann zum Rest dazu und wir gingen in den grünen Salon, einem kleinen Saal im Stift, für eine kleine Arbeitsphase. Anschließend darauf gingen wir ins Bennoleum und Johanna und Frater Konrad kamen zurück mit einer großen Auswahl von Pizzen.



Wir erkundeten dann noch den Dachboden, wie auch die Glockentürme, und über einen oberen Weg gelangten wir in die Akademische Kapelle, wo wir gemeinsam beteten. Zurück im Bennoleum verbrachten wir danach dann noch einen ruhigen und schönen Abend und später kam noch Abt Bernhard zu uns, der von Kathi und Duc-An am Bahnhof in Wels abgeholt wurde, nachdem er die letzten Tage in Deutschland, ganz nah an meiner Herkunftsstadt war, für die Salzburger Äbtekonferenz, die in Wiesbaden tagte.

Am Samstagmorgen ging es dann erstmal mit einem gemeinsamen Frühstück im Gästespeisesaal weiter, gefolgt von einer weiteren kleinen Arbeitsphase und dem anschließenden Mittagessen.





Danach chillten wir zusammen noch kurz im Bennoleum und gingen zusammen zum Guntherdenkmal gegenüber vom Stift. 





Dort bauten wir eine Kaffeemaschine auf und machten ein kleines Picknick bei dem Steintisch, unten gleich zu sehen. 



Auf dem Bild sind Kathi und ich gemeinsam zu sehen.

Ich habe hier viele tolle Menschen kennengelernt, die ich unter anderen Umständen wahrscheinlich nie getroffen hätte. Hier und genau jetzt laufen unsere Wege, die sich sonst nie gekreuzt hätten, zusammen, worüber ich sehr froh bin. Auch finde ich schön, wie schnell hier Gemeinschaft entsteht und man sich näher kennenlernt.




Anschließend versteckten wir noch Schokoeier und andere Süßigkeiten rund um den Denkmalsort für die Besucher des Treffpunktes nachher am Abend. Nachdem ich mich dann kurz frisch gemacht und umgezogen habe, begann langsam der Treffpunkt Benedikt und nach und nach kamen die Leute.



Angefangen hat dann das Programm mit dem sog. Tea Talk, in dem verschiedene Fragen gestellt wurden und die Tischgruppen diese dann untereinander besprachen und so auch langsam zum Thema des heutigen Vortrags hingeführt wurden.







Im Vortrag an dem Nachmittag ging es um das Thema: „Ehe und Familie als Weg der Gottsuche“ mit einem Ehepaar sowie Abt Bernhard und moderiert von Benedikt.

Im Anschluss war Anbetung und Heilige Messe in der Michaelskapelle.







Zu sehen sind von links nach rechts: Pater Jakobus, Abt Bernhard, Altabt Ambros und Frater Konrad. 




Nach der Messe wurden alle zu Weckerl, Kuchen und Getränken in das Kaisersaalfoyer eingeladen, worauf es dann gemeinsam zum Guntherdenkmal ging.



Wir zündeten und verteilten Kerzen, die das sonst finstere Denkmalgebäude in einen sanften Schein hüllten, und die Leute suchten die von uns versteckten Süßigkeiten. Da der nächste Tag liturgisch bereits am Vorabend beginnt, wurde auch der Geburtstag von Abt Bernhard ein wenig gefeiert.




Am Sonntagmorgen war Messe und noch ein kurzer Aperitif in der Abtei. Der Rest des Tages war dann relativ ruhig und ich konnte mich ausruhen und am Nachmittag etwas Schlaf nachholen.

Ich bin mir mittlerweile sehr sicher und ich werde immer wieder aufs Neue bestätigt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, nicht nur Klosterzeit an sich zu machen, sondern auch und dann vor allem, nach Kremsmünster dafür zu gehen. Es ist nicht nur so schön, wie ich es mir erdacht habe, sondern sogar um einiges schöner.


Vielen lieben Dank fürs Lesen,
Grüße gehen raus ;)

– Leon J. Meier



Kommentare

  1. Sehr schön zu sehen das mit diesem Treffpunkt Benedikt auch junge Leute im Kloster präsent sind!

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  2. Wirklich toll wie vielfältig eine Zeit im Kloster sein kann! Schön, dass es im Stift Kremsmünster solche Angebote für junge Leute gibt! Danke für diesen Einblick, scheint sehr besonders für Dich zu sein!

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